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Die Andenregion Boliviens


Die folgenden Bilder entstanden während einer 3-wöchigen Bolivienreise im Februar 2000 (genauer Reisezeitraum: 17.02. bis 18.03.2000). Klimatisch gesehen liegen die Monate Februar und März im Übergangszeitraum vom regenreichen Sommer zum trockenen Winter. Die Bildserie dokumentiert in 16 charakteristischen Aufnahmen die Andenregion Boliviens. Diese zeichnet sich durch eindrucksvolle, naturbelassene und karge Landschaften aus.

Bild 1: Die hochgelegenen Regionen Boliviens sind
nur mit spärlicher Vegetation bedeckt. Bild 1: Aufnahmezeitpunkt: 23.02.2000, früher Nachmittag. Auf der Fahrt von Cochabamba nach Oruro (ca. 3000 Meter über NN). Im Gegensatz zum nordöstlichen Tiefland Boliviens, welches durch tropischen Regenwald am Südrand des Amazonasbeckens geprägt ist, sind die hochgelegenen Regionen nur von spärlicher Vegetation (Gras- und Buschland) geprägt.

Bild 2: Aufnahmezeitpunkt: 24.02.2000, nachmittags. Auf dem Weg von Oruro nach Toledo. Man befindet sich hier bereits auf dem sogenannten Altiplano, einer Hochebene auf durchschnittlich 3800 Meter ueber NN. Das Altiplano liegt zwischen der Cordilliera Oriental und der Cordilliera Real (dabei handelt es sich um die westliche bzw. östliche Andengebirgskette in diesem Gebiet). Bild 2: Der Altiplano - eine Hochebene auf durchschnittlich 3800 Meter über NN.

Auf dem Bild erkennt man neben einem ausgetrockneten See im Hintergrund einen gut ausgeprägten Cumulonimbus. Die Klarheit der Luft in dieser Höhenlage ist überwältigend. Aufgrund der tropischen Breitenlage wird das Wetter in Bolivien das ganze Jahr hindurch durch konvektive Wolkenformationen geprägt, die in der Trockenzeit nur in abgeschwächter Form auftreten, während sie in der Regenzeit im Sommer immer wieder lokale Starkniederschläge in Verbindung mit tropischen Gewitterschauern produzieren.

Bild 3: Ausgetrockneter See. Close-Up des polygonartig aufgerissenen Bodens. Bild 3: Dieses Bild zeigt den bereits zu Beginn der Trockenzeit polygonartig aufgerissenen Boden des ausgetrockneten Sees noch einmal in einer Nahaufnahme.

Bild 4: Der ausgetrocknete See wird von dem (vor allem in der Trockenzeit) sehr wenig Wasser führenden Rio Desaguadero durchflossen. In Hintergrund erkennt man den unteren Ast eines (Haupt-)regenbogens. Der Nebenregenbogen ist ebenfalls schwach zu erkennen. Bild 4: Rio Desaguadero und Regenbogen über dem ausgetrockneten See.

Bild 5: Typische Landschaft des Altiplanos mit konvektiven Wolkenformationen.
Bild 5: Aufnahmezeitpunkt: 25.02.2000, mittags. Diese Aufnahme zeigt die typische Landschaft des Altiplanos. Im Hintergrund erkennt man einen der kleineren Höhenzüge, die das Altiplano untergliedern. Wieder erkennt man die typische konvektive Bewölkung.

Bild 6: Aufnahmezeitpunkt: 29.02.2000, auf der Fahrt von La Paz (La Paz ist die größte Stadt Boliviens mit knapp 800 000 Einwohnern (Stand 1993). Sie liegt auf 3600 Meter über NN in einem großen Talkessel.) in den Nationalpark von Sayama. Am linken Bildrand erkennt man eine geomorphologische Strukturform, die man als "Flatiron" (engl. Bügeleisen) bezeichnet. Bild 6: Im Nationalpark von Sayama mit geologischer Strukturform (sog. Flatiron)

Bild 7: Canyonartige Gesteinsschichten. Bild 7: Auf dem Bild erkennt man canyonartig angeordnete Gesteinsschichten. Bei der oberen dunklen Schicht handelt es sich um eine Ignimbritdecke, also ein Gestein vulkanischen Ursprungs. Bei der darunterliegenden Schicht hingegen handelt es sich um eine Kreideschicht (Bezug: Kreidezeit, etwa 135 bis 65 Millionen Jahre vor heute). Die darunterliegende dunklere Schicht konnte während des Reiseaufenthaltes aus Zeitgründen nicht näher spezifiziert werden.

Bild 8: Ebenfalls am 29.02.2000 wurde dieses Bild aufgenommen. Man erkennt im Vordergrund einige Lamas (Hinweis: Bei den Lamas unterscheidet man Lamas, Alpacas, Guanacos und Vicunas. Lamas und Alpacas sind domestizierte Arten, während die letzteren beiden Arten noch völlig wildlebende Rassen sind.). Im Hintergrund erkennt man den schneebedeckten Gipfel des 5583 Meter hohen Anallajchis. Bild 8: Einige Lamas sowie schneebedeckter Gipfel des 5583 Meter hohen Anallajchis.

Bild 9: Dorf Sayama sowie zwei auf chilenischem Staatsgebiet
stehende, schneebedeckte Vulkangipfel. Bild 9: Dieses Bild wurde einen Tag später morgens um 8.30 aufgenommen. Man erkennt hier das kleine Dorf Sayama. Die beiden im Hintergrund zu erkennenden schneebedeckten Gipfel sind die Gipfel zweier bereits auf chilenischem Staatsgebiet stehenden Vulkane. Die Vulkankegel in diesem Gebiet erreichen mehrfach Höhen von rund 6000 Meter. Aufgrund der Tatsache, daß diese Aufnahme früh morgens gemacht worden ist, ist der Himmel noch frei von Cumulusbewölkung.

Bild 10: Einige Stunden später haben sich bereits unter dem Einfluß der hohen Sonneneinstrahlung wieder die ersten Cumuli über den nach Norden ausgerichteten Hängen gebildet, wie man auf diesem Bild erkennen kann. Man muß sich als Mitteleuropäer schon etwas an die Tatsache gewöhnen, daß die Sonne im Norden steht :-) Bild 10: Wenige Stunden später haben sich bereits wieder
erste Cumuli gebildet.

Bild 11: Blick auf die Talebene von den Hängen des
Sayama, dem höchsten berg Boliviens mit 6520 Meter Höhe. Bild 11: Etwa eine Stunde nach der vorigen Aufnahme wurde diese hier gemacht. Von den auslaufenden Hängen des Sayama, dem höchsten Berg Boliviens mit 6520 Meter, hat man einen hervorragenden Blick über die Talebene.

Bild 12: Auf diesem Bild erkennt man wieder die typische Landschaft des Altiplano. Eine der Pflanzen, der man hier am häufigsten begegnet, ist das in kräftigen Büscheln wachsende Horstgras, das weite Flächen des Altiplanos besiedelt hat. Bild 12: Das Altiplano mit einer seiner charakterisierenden
Pflanzenarten - dem Horstgras.

Bild 13: Deutlich anderes Landschaftsbild nahe des Lago Titicaca. Bild 13: Aufnahmezeitpunkt 02/03/2000, nachmittags. Offensichtlich ist das Landschaftsbild nahe dem Titicaca-See deutlich anders als in den meisten anderen Teilen des Altiplanos. Man blickt hier Richtung Westen nahe der kleinen Stadt Copa Cabana.

Bild 14: Aufnahmezeitpunkt 03/03/2000, vormittags. Der Titicacasee ist durch glasklares und tiefblaues Wasser charakterisiert. Leider ist das Wasser jedoch in dieser Höhenlage nicht gerade warm. (Baden empfiehlt sich sicher nur für abgehärtete Naturen ;-) Die kleinen Inseln sind überall auf dem See zu finden, und die vorliegende Aufnahme wurde von der kleinen Isla del Sol gemacht. Nach einer Sage sollen die ersten Inkas von dieser Insel gekommen sein. Bild 14: Der Titicacasee zeichnet sich durch glasklares, 
aber kaltes Wasser aus.

Bild 15: Am Nachmittag bilden sich wieder die gewohnten Gewitterwolken. Bild 15: Noch ein Blick über den Titicacasee. Im Hintergrund erkennt man einen ausgereiften Cumulonimbus, also eine der täglich entstehenden tropischen Gewitterwolken. Im Gegensatz zu vielen europäischen Binnenseen sind auf dem Titicacasee nur sehr wenige Schiffe unterwegs.

Bild 16: Auf diesem letzten Bild erkennt man das sogenannte Mondtal (Valle de La Luna). Bild 16: Das Mondtal - Valle De La Luna.
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