Als Taifun werden tropische Wirbelstürme im westlichen Pazifik bezeichnet.
Sie entstehen vornehmlich im Zeitraum zwischen Juli und November, ähnlich wie ihre atlantischen
Pendants, die Hurricanes.
Dabei ist die Region westlich der Datumsgrenze auf dem freien, nahezu 30 Grad warmen
Pazifik in ausreichender Entfernung zum Äquator die ideale Brutstätte für junge
tropische Tiefs, die sich im weiteren Verlauf bei günstigen Bedingungen
zu Taifunen ausbauen können.
Die jungen Taifune wandern dann unter Verstärkung am Südrand des Pazifikhochs in
westlicher oder leicht nordwestlicher Richtung zu den Phillipinen und Taiwan. Später erreichen
sie nicht selten die Südostküste Asiens und speziell Japan.
Wie alle tropische Wirbelstürmen üben auch Taifune nicht nur durch die starken Winde
eine zerstörerische Kraft aus, sondern auch durch die sintflutartigen Regenfälle, die
nahe dem Zentrum des Wirbelsturmes in dem geschlossenen, kompakten Wolkenring um das Auge des
Taifuns (eyewall) produziert werden. Mehrere Hundert Liter Regen pro Quadratmeter können dabei binnen
weniger Stunden fallen, was auf dem Festland häufig schwere Überflutungen zur Folge hat.
Darüberhinaus kann es direkt an den Küstenstreifen zu Überflutungen durch das
aufgepeitschte Meer kommen.
Satellitenaufnahme des Supertaifuns Lupit am 26.11.2003 um 01:35 UTC westlich der Phillipinen (Bildquelle:
MODIS Rapid Reponse System