Im Bachelorstudiengang werden zuerst vor allem grundlegenden Kenntnisse und wissenschaftliche Arbeitsmethoden in Physik, Mathematik und Meteorologie vermittelt. In den späteren Semestern werden die fachspezifischen Themen der Meteorologie vertieft. Den Abschluss des Bachelorstudiums bildet eine eigenständig zu erstellende Bachelorarbeit.
Grundsätzlich sei angemerkt: Die Meteorologie ist die Physik der Atmosphäre, also ein
spezielles Teilgebiet der Geophysik oder allgemeiner der klassischen und
nichtklassigen Physik. Die theoretisch formulierten
Differentialgleichungssysteme werden mittels numerischer Methoden in Computermodelle übersetzt und aufintegriert.
Diese Computermodelle sind teilweise sehr komplex und erfordern
für ihr tieferes Verständnis zunehmend mehr Wissen
diverser Nachbardisziplinen (z.B. Ozeanographie, Bodenkunde,Chemie,
Informatik,...). An den modernen numerischen Modellen arbeiten
immerhin bereits eine ganze Reihe von Spezialisten aus unterschiedlichen
Naturwissenschaftsbereichen.
Meteorologe ohne Studium?
Auch ohne Meteorologiestudium können Wetterbegeisterte ihr Hobby zum Beruf machen. Als Arbeitgeber kommt
dabei die Bundeswehr in Frage. K. Schmidt arbeitet als Flugwetterberaterin der Bundeswehr und
hat freundlicherweise für top-wetter.de einige Tipps und Hinweise zu dieser, wie ich finde, interessanten Alternative zum
Meteorologiestudium zusammengestellt.
"Der Flugwetterberater berät die Luftfahrzeugführer und die (militärische) Führung zur Durchführbarkeit fliegerischer Vorhaben und zeigt bei Wetter-Komplikationen Alternativen auf. Darüber hinaus erstellt er Wetterwarnungen für den Standort.
Seine fachlichen "Eigenschaften und Befähigungen" liegen vor allem im Nowcasting-Bereich und in der Kürzestfristvorhersage.
Es kommt darauf an, meteorologisches Fachwissen nicht nur qualitativ (á la "es wird am vormittag regnen"), sondern vor allem quantitativ umzusetzen, also in konkrete, nicht unbedingt zum Modell- Output gehörende Zahlen (Flugsicht, Höhe der Ceiling, Höhe der Wolkenobergrenze etc.) für eine bestimmte Flugstrecke. Das verlangt bei der derzeitigen Dichte des Meßnetzes eine ausgeprägte Entscheidungsfähigkeit.
Im Gegensatz zur Arbeit beim DWD findet die Beratung noch vor Ort in den Fliegenden Verbänden statt, oft "Auge in Auge". Der Berater bekommt immer ein Feedback vom Piloten und hat damit die Gelegenheit, dazuzulernen.
Das erarbeitete Flugwetter wird morgens in einem Briefing den Luftfahrzeugführern vorgestellt. Die Fähigkeit, frei vor Publikum Arbeitsergebnisse vorzutragen, sollte daher selbstverständlich vorhanden sein.
Die ausgegebene Flugwetterberatung wird dann überwacht. Bei Überschreiten bestimmter Schwellenwerte muß eine Änderung herausgegeben und der betroffene Pilot informiert werden.
Bisher waren alle Wetterberater bei der Bundeswehr Zivilisten (Beamte), die im Rahmen von freiwilligen Übungen in Uniform auch mit den Einsatzverbänden ins Ausland gegangen sind.
Neuerdings wird aber auch hier zweigleisig gefahren, es werden Soldaten zu GeoInfoBeratern ausgebildet."
Wer sich genauer über diese Berufsausbildung informieren möchte, der kann
das direkt und ausführlich unter bundeswehr-karriere.de
oder unter studienwahl.de
tun.