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Hochdruckgebiete im Sommer

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Hochdruckwetterlagen im Sommer bringen meist schönes und warmes Wetter. Aber gegen Ende einer Hochdruckphase können Gewitter für Unruhe in der Atmosphäre sorgen...


Sind Hochs wirklich langweilig?

Aus meteorologischer Sicht bieten längerfristige stabile Hochdruckwetterlagen (Hochdruckrücken) recht wenig interessante Entwicklungen. Die Winde sind allgemein schwach und es bilden sich nur durch lokal stärkere Thermik einmal ein paar Schönwettercumuli, wie zum Beispiel auf dem folgenden Bild zu sehen:

Flache Cumuli bei einer sommerlichen Hochdruckwetterlage
Bild: Flache Haufenwolken bei einer sommerlichen Hochdruckwetterlage

Gegen Ende kann's spannend werden...

Gegen Ende einer längeren Hochdruckwetterlage im Sommer dreht der Wind in Deutschland meist über Südost und Süd auf Südwest und führt dabei in zunehmenden Maße bodennah mit Feuchtigkeit angereicherte schwülheiße Luftmassen aus dem Mittelmeergebiet nach Deutschland. Erste Erkennungszeichen der Zufuhr dieser schwülen Luftmassen sind die nicht mehr so stark zurückgehenden Nachttemperaturen, die zunehmende relative Feuchtigkeit sowie immer früher am Tage entstehende Quellbewölkung. Man spricht dann auch von einer übersteigerten Schönwetterphase.

Entstehen dann ein bis zwei Tage später bereits vormittags größere Quellwolken, so ist der Tag erreicht, an dem man nachmittags mit ersten Regenschauern und Wärmegewittern rechnen muß. Diese lokalen Wärmegewitter entstehen dabei zunächst bevorzugt in den südwestlichen Mittelgebirgen, und so weist z.B. der Hochschwarzwald jedes Jahr mit die meisten Gewitterbildungen auf. Erst bei weiter andauernder Zufuhr dieser schwülheißen Luftmassen greifen die Gewitterschauer dann auch auf die anderen Gebiete in den Tallagen über und dehnen sich flächenmäßig aus.

Sommergewitter bei einer übersteigerten Hochdruckwetterlage.
Bild: Sommergewitter bei einer übersteigerten Hochdruckwetterlage.

Dabei werden die täglichen Gewitterentwicklungen über den Bergländern allmählich heftiger. Nähert sich nun noch ein Trog (also ein großräumiges Tief) von Westen her an, dann können sich entlang von Konvergenz- oder Konfluenzzonen ganze Gewitterlinien, die der Kaltfront vorauseilen, ausbilden. Dann kann es zu kräftigen Regen- und sogar Hagelschauern kommen, die die Ernte der Bauern gefährden können.


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