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Die Wolkenklassifikation - Teil 2

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Im diesem zweiten Teil finden Sie eine Beschreibung der mittelhohen und hohen Wolken

Mittelhohe Wolken

 Altostratus (As)

Der Altostratus ist entspricht der tiefen Stratusbewölkung, nur dass er in mittelhohen Luftschichten auftritt. Die Wolke besteht sowohl aus Wassertröpfchen wie auch aus Eiskristallen. Sie ist meist vertikal so mächtig, daß man die Sonne nicht mehr oder nur noch schemenhaft erkennen kann. Niederschlag fällt aus Altostratus nicht, da dazu wiederum die vertikale Mächtigkeit nicht ausreicht. Altostratus - Die Sonnenscheibe ist hier noch schemenhaft zu erkennen.

 Altocumulus (Ac)

Eine Cumuluswolke, deren Untergrenze im mittelhohen Bereich liegt. Häufig ist die Wolke aus einzelnen Flecken oder Ballen zusammengesetzt, wobei die Einzelelemente wogen- oder walzenartig angeordnet sind. Altocumuluswolken weisen einen Eigenschatten auf und erscheinen nur noch in der Nähe der Sonne durchgehend weiß. Der Altocumulus ist eine der häufigsten Wolkenformen in mittleren Breiten. Er besitzt unter anderem zwei sehr wichtige Unterklassen:

Altocumulus castellanus: Hierbei handelt es sich um eine Altocumulusbank, aus der auffällig regelmäßig türmchenartige (wie Burgzinnen, daher castellanus) Aufquellungen herausragen. Diese Entwicklungen sind ein erster Hinweis darauf, daß in mittleren Luftschichten die vertikale Stabilität abgenommen hat. Erscheint Altocumulus castellanus bereits früh am Morgen, so sind Schauer und Gewitter am Nachmittag wahrscheinlich. Altocumulus - Flecken und Bauschen sind die charakteritischen Merkmale dieser Wolkenart.

Altocumulus lenticularis (lenticularis = lat.: linsenförmig): Diese Wolken sind typische Wolken, die bei Föhnwetterlagen auftreten. Zum Zeitpunkt des Auftretens dieser Wolkenform herrscht meist heiteres und im Tiefland mildes Wetter vor. Bei Zusammenbruch der Föhnwetterlage verschwinden diese Wolken und es zieht rasch dichte, frontale Bewölkung mit nachfolgenden Niederschlägen auf.

Hohe Wolken

 Cirrus (Ci)

Cirruswolken sind die feinen Federwolken. Als hohe Wolken bestehen sie durchweg aus Eiskristallen. Sie erscheinen als faserige, schleierartige oder auch langgezogene Fäden oder Bänder. Sie besitzen keinen Eigenschatten. Wenn in der Höhe Eiskristalle von Cirruswolken in etwas tiefer gelegene Schicht, in der eine andere Windrichtung und -geschwindigkeit vorherrscht, fallen, so nehmen diese Cirren eine hakenförmige Gestalt an. Man nennt diese Form von speziellen Cirruswolken dann Cirrus uncinus (uncinus = lat. Hakenförmig). Cirruswolken - Die typischen Federwolken.

 Cirrostratus (Cs)

Der Cirrostratus ist wiederum die "hohe" Entsprechung des Stratus der unteren Troposphäre. Er besteht durchweg aus Eiskristallen und bedeckt meist weite Teile, manchmal auch den ganzen Himmel. Er ist so dünn, daß die Sonne nahezu ungehindert hindurchscheint. Dieser Wolkentyp ist auch die Geburtsstätte farbenprächtiger Halos, wie Nebensonnen, farbige Ringe oder Säulen. Diese Haloerscheinungen treten manchmal auch nachts bei Mondschein auf und liefern dann ein eindeutigen Hinweis auf das Vorhandensein von Cirrostratus. Cirrostratus - hier mit ausgeprägtem 22°-Ring, einer Halo-Erscheinung.

 Cirrocumulus (Cc)

Cirrocumuluswolken sind die landläufig bekannten Schäfchenwolken. Sie bestehen vorwiegend aus Eiskristallen und nur zu einem geringen Anteil aus unterkühlten Wassertröpfchen. Die Wolke besteht aus kleinen weißen Wolkenflecken, die gerippt oder gekörnt und mehr oder weniger regelmäßig in Bändern oder Gruppen angeordnet sind. Cirrocumuluswolken weisen im Gegensatz zu Altocumulus keinen Eigenschatten, auch nicht in weiterer Entfernung der Sonne, auf. Cirrocumulus - klassische Schäfchenwolken ohne Eigenschatten.


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