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Wetterstation Zugspitze

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Die Wetterstation Zugspitze des Deutschen Wetterdienstes ist inzwischen über 100 Jahre alt. In diesem Abschnitt erfahren Sie näheres zu dieser Wetterstation.

Zugspitze mit Wettersteingebirge und Zugspitzplatt
Zugspitze mit Wettersteingebirge und Zugspitzplatt - Foto: Björn Beyer

Exakt 2962 Meter mißt Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, am Westende des Wettersteingebirges wenige Kilometer südwestlich von Garmisch Partenkirchen in Oberbayern. Der Gipfel läßt sich innerhalb von nur 10 Minuten mithilfe einer modernen Seilbahn "erstürmen" - und oben bietet sich einem dann (zumindestens bei schönem Wetter) ein grandioses Berg-Panorama. Die folgenden Bilder entstanden bei meinem Zugspitzbesuch Anfang Juni 2001.

Der Anblick des westlichen Wettersteingebirges mit der Zugspitze am rechten Bildrand. Am Fuße des Wettersteingebirges: Das nebenstehende Bild zeigt zunächst das westliche Wettersteingebirge vom Ausgangspunkt der Seilbahn nahe Obergrainau aus. Der Höhenunterschied zwischen diesem Ausgangspunkt und dem Gipfel der Zuspitze (der noch reichlich mit Schnee(resten) bedeckte Berg rechts im Bild) beträgt nahezu 2000 Meter.


Das Zugspitzplatt: Hat man den Gipfel erreicht, so bietet sich einem ein imposanter Blick über das Gletscherareal des Zugspitzplatts, welches sich unmittelbar nach Süden anschließt und welches auch als Sommerskigebiet genutzt wird. Über dem Wettersteingrat erkennt man Cumulusbewölkung mittlerer vertikaler Erstreckung. Ganz im Hintergund sind Teile des Mieminger Gebirges (Österreich) zwischen den Wolkenlücken zu sehen. Das Zugspitzplatt

Richtung Westen geschaut Richtung Westen geschaut: Blickt man vom Zugspitzgipfel ziemlich genau Richtung Westen entlang des Grates, so erhält man auch auf dem Foto einen guten Eindruck davon, wie stark die Nordhänge der Zugspitze abfallen. Unten rechts im Bild erkennt man bei genauem Hinsehen das kleine Dorf Obermoos, welches südwestlich des Eibsees liegt.

Cumulus über dem Wettersteingrat: Dieser Cumulus mediocris bildete sich direktüber dem Wettersteingrat, wobei er die Sicht auf die 2679 Meter hohe Plattspitze gerade noch freigibt. Die scharfe Unterkante des Cumulus markiert lehrbuchmäßig das Kondensationsniveau. Cumulus über dem Wettersteingrat

Automatische Wetterstation der Österreicher Automatische Wetterstation der Österreicher: Auf der Zugspitze werden seit vielen Jahren Messungen meteorologischer Parameter durchgeführt. Auf diesem Bild erkennt man die vollautomatische und daher unbemannte Wetterstation der Österreicher. Da diese Station auch im Winter teilweise mehrere Tage nicht gewartet wird, kommt es vor, daß die Meßgeräte bei starken Schneeverwehungen / Schneefällen meterhoch unter Schneemassen begraben werden.

Münchner-Haus und DWD Wetterstation: Auf diesem Bild sieht man das berühmte Münchner Haus auf dem Zugspitzgipfel. Hier kann man bei intensiver Sonneneinstrahlung Weissbier und deftige bayrische Mahlzeiten zu sich nehmen. Am Westende des Münchner Hauses erkennt man den Meßturm der bemannten (!) DWD-Wetterstation Zugspitze. Die Meßgeräte sind oben auf dem Dach platziert, während innen im Turm der Meteorologe vom Dienst die Aufzeichnung der Daten überwacht und die geprüften Meßdaten alle drei Stunden an die DWD-Zentrale nach Offenbach am Main sendet. Münchner-Haus und DWD Wetterstation

Deutscher Wetterdienst Deutscher Wetterdienst: Seit über 100 Jahren wird die DWD-Wetterstation auf der Zugspitze nun schon betrieben (das 100-jährige Jubiläum war im Jahr 2000). Die entsprechende Meßreihe ist von großem klimatologischem Wert, da die Meßbedingungen über die gesamte Zeit hinweg praktisch homogen waren. Bleibt zu hoffen, daß der DWD nicht irgendwann die Güte dieser Meßreihe dadurch entscheidend entwertet, daß er die Station automatisiert und den Beobachter "einspart".

Auf dem Meßturm: Oben auf dem Meßturm werden eine Reihe meteorologischer Parameter erfaßt. Interessant sind vor allem Strahlungsmessungen, da man in dieser Höhe ein sehr ruhiges Signal empfangen kann. Solch ein Strahlungsmeßgerät erkennt man links im Bild (hier wird die kurzwellige Einstrahlung gemessen). Rechts im Bild sieht man einen Sonnenscheinautographen, der die Bestimmung der Sonnenscheindauer ermöglicht. Die große Glaskugel wirkt dabei wie ein Brennglas, sobald die Sonne scheint. Dadurch wird auf einen untergelegten, skalierten Papierstreifen eine Brennspur erzeugt, anhand derer man unmittelbar über die Skala die Sonnenscheindauer ablesen kann. Sonnenscheinautograpgh und Strahlungsbilanzmeßgerät

Ergänzung:: Klimadiagramm der Wetterstation Zugspitze  |  Helirundflug um die Zugspitze


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